Brigitte Grawe Fotografie & Blog

Film und Kunst

Super 8 Kamera; ‘Die’ technische Errungenschaft der 60er und 70er Jahre für den Hausgebrauch. So sah sie aus; auf dem Beitragsfoto ist die Kamera meines Vaters zu sehen. Ich erinnere mich noch gut daran, wie es war, auf Familienfesten von dem grellen Scheinwerfer geblendet zu werden, der für Innenaufnahmen unerlässlich war. Anschließend wurden die einzelnen Filme in mühsamer Kleinarbeit zu einem großen Film zusammengeschnitten – von Hand natürlich. Liebevolle Effekte ‘bastelte’ mein Vaterr selber; kein Problem, auch er war Künstler…

Und heute? Mein Vater würde staunen, wenn er sehen könnte, welche Technik mittlerweile zur Verfügung steht. Vor allem das Schneiden und Einfügen von Effekten mit entsprechender Software würde ihn ziemlich verblüffen. Mich verblüfft derweil, wie sehr ich in seine Fußstapfen getreten bin. Auch er war neben der Malerei ein begeisterter Fotograf und Filmer.

Der Wunsch, mich mit der Kunstform ‘Film’ zu beschäftigen, schwirrte schon länger in meinem Kopf herum. Für eine Computerkünstlerin ist das eigentlich eine zwangsläufige Entwicklung. Doch da ich weder das nötige Equipment noch konkrete Ideen hatte, schob ich den Gedanken in mein Hinterstübchen unter die Rubrik ‚später mal‘. Von dort lugte er immer mal wieder vorwitzig hervor, und ließ mir keine Ruhe.

Im vergangenen Jahr war ich auf einer Studienreise in Edinburgh. Die Reise war u.a. wichtig, um meine künstlerischen Ziele neu zu definieren. Während meines Aufenthaltes dort erlebte ich einen zündenden Moment. Es war wie ein Geistesblitz, vor meinem inneren Auge lief mein erster Film ab – in allen Details. Ich würde Dokumentarfilme machen. Nun brauchte ich nur noch eine Filmkamera. Mit dem Kauf der neuen Canon Spiegelreflex konnte ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Sie eignet sich hervorragend zum Filmen in HD-Qualität. Die ersten Probeaufnahmen haben das restlos bestätigt; 1A. Die ersten Testfilme habe ich mit Aufnahmen meiner alten Digicam gemacht. Die Ergebnisse haben mich beflügelt. Beides, Filmen und Schneiden hat mir riesige Freude bereitet und gleich eine ganze Flut von Ideen freigesetzt.

Ich möchte zunächst Dokumentarfilme machen, Die vielen Reiseziele bieten sich als Filmstoff geradezu an. Langfristig möchte ich aber auch experimentelle Videokunst machen. Auch da habe ich bereits erste Ideen. Doch alles der Reihe nach. Ich denke es braucht Zeit sich zu entwickeln, wie alles in der Kunst.

Nachtrag Oktober 2015:                                                                                                                                                                                                                      Zur Zeit arbeite ich immer noch daran, genügend geeignetes Material zusammenzutragen. Leider kam ich aufgrund eines Unfalls und der daraus resultierenden Folgen bisher nicht dazu, mich ausreichend mit der notwendigen Technik zu befassen. Daher bin ich noch nicht so mit meiner Filmerei zufrieden. Da ich keine halben Sachen machen möchte, heißt es lernen, lernen, lernen. Es wird sicherlich ein Weilchen dauern, bis ich das fehlende Wissen erlangt habe. Auch die geeignete Software fehlte mir bislang. Das zumindest konnte ich inzwischen erledigen. Nach meiner Einschätzung gehe ich davon aus, dass im Frühjahr 2016 mein erster Film fertig sein wird.

Haben Sie also bitte genau wie ich noch etwas Geduld. Vielen Dank!

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